Die Apple Watch zeichnet deine Schwimmdistanz, dein Tempo, deine Züge, deine Herzfrequenz und deine Sets auf. Öffne ein gespeichertes Schwimmtraining in Fitness auf dem iPhone, um die Zusammenfassung zu sehen. Hier erfährst du, was die einzelnen Werte bedeuten.
Wie startest du die Aufzeichnung eines Schwimmtrainings?
Die Bedienung erklärt die Anleitung Schwimmmodus auf der Apple Watch aktivieren. Im Folgenden erfährst du, wie du ein Beckentraining startest und das Pausieren und Fortsetzen einrichtest.
Schwimmtraining im Becken starten

- Öffne Training: Tippe in der App-Übersicht auf das grüne Symbol mit der laufenden Person (oben links im Bild).
- Wähle Beckenschwimmen: Drehe die Digital Crown bis zu Beckenschwimmen (Pool Swim) und tippe auf die Starttaste (oben in der Mitte).
- Stelle die Beckenlänge ein: Gib die Strecke von einem Beckenende zum anderen ein und prüfe die Einheit. Oben rechts steht 50 METERS; verwende die tatsächliche Länge deines Beckens, nicht den Wert aus dem Bild.
- Tippe auf Start: Starte auf dem Bildschirm zur Beckenlänge die Aufzeichnung. Unten links siehst du die laufende Zeit und die Distanz. Die Wassersperre wird automatisch aktiviert, um versehentliche Eingaben zu verhindern.
Lies das Bild von links nach rechts, zuerst die obere Reihe. Unten in der Mitte siehst du das Entsperren und den Wasserauswurf; Entsperren allein beendet das Training nicht. Unten rechts stehen End (Beenden) und Pause. Entsperre die Uhr nach dem Schwimmen und tippe auf End, um das Training zu beenden. Die Anordnung der Tasten kann je nach watchOS-Version abweichen.
Pause und Fortsetzen einrichten

Öffne auf dem iPhone Watch → Meine Watch → Training und aktiviere Zum Anhalten drücken, wie oben gezeigt. Drücke beim Schwimmen kurz gleichzeitig die Digital Crown und die Seitentaste zum Pausieren; wiederhole dies zum Fortsetzen.
Was sagen Schwimmkennzahlen über dein Training aus?
Beginne mit drei Fragen: Wie viel bist du geschwommen? Bist du gegen Ende langsamer geworden? Wie anstrengend war es? Die folgenden Erklärungen verbinden jede Zahl mit etwas, das du beim Schwimmen selbst bemerken kannst. Eine Wiederholung ist eine Schwimmstrecke vor einer Pause, etwa 100 Meter mit anschließendem Halt an der Wand.
Distanz und Bahnen
Die gesamte Distanz und die von einem Beckenende zum anderen geschwommenen Bahnen zeigen, wie viel du geschwommen bist.
Frag dich: Habe ich die geplante Distanz geschafft? Addiere die Distanzen der Woche, um deinen Schwimmumfang zu sehen. Mehr ist nicht automatisch besser: Lockeres Schwimmen und schnelles, anstrengendes Schwimmen können sich auf derselben Strecke sehr unterschiedlich anfühlen.
Tempo
Zeit pro Bezugsdistanz, meist 100 Meter oder Yards.
Frag dich: Kann ich eine ähnliche Geschwindigkeit halten? Über 100 Meter ist 2:00 schneller als 2:20. Wirst du später langsamer, überlege, ob du zu schnell begonnen oder zu kurz pausiert hast. Schnelleres Schwimmen nach einer längeren Pause bedeutet allein noch nicht, dass deine Ausdauer besser geworden ist.
Zugzahl
Aufgezeichnete Züge über eine bestimmte Distanz; vergleiche gleich lange Strecken.
Frag dich: Brauche ich mehr Bewegungen für dieselbe Strecke? Benötigst du auf einer späteren Bahn bei ähnlicher Geschwindigkeit mehr Züge, prüfe, ob deine Bewegungen unkontrollierter geworden sind. Auch die Strecke nach dem Abstoß beeinflusst die Zugzahl. Versuche nicht, durch längeres Gleiten und langsameres Schwimmen möglichst wenige Züge zu erreichen.
Zugfrequenz
Züge pro Minute: dein Bewegungsrhythmus.
Frag dich: Werde ich wirklich schneller, wenn ich die Arme schneller bewege? Steigt die Zugfrequenz, während die Geschwindigkeit gleich bleibt oder sinkt, prüfe, ob du müde bist oder sich deine Bewegungen verändert haben. Eine höhere oder niedrigere Frequenz ist für sich genommen nicht besser; betrachte sie zusammen mit dem Tempo.
Herzfrequenz
Während des Trainings aufgezeichnete Herzschläge pro Minute.
Nutze sie als Hilfe bei der Frage: Wie anstrengend war diese Einheit für mich? Vergleiche deine eigenen ähnlichen Einheiten und dein Belastungsgefühl. Die Uhr kann Messwerte verpassen, und ein Durchschnitt über die ganze Einheit vermischt intensive Abschnitte mit Pausen. Ein einzelner Durchschnitt sagt nicht, ob sich deine Fitness verbessert hat.
SWOLF
Sekunden plus Züge für eine Beckenbahn.
Dieser Wert verbindet Zeit und Zugzahl einer Bahn. Sinkt er, prüfe auch, ob du langsamer geworden bist und ob sich das Schwimmen schwerer oder leichter angefühlt hat. SWOLF ist weder eine Schwimmnote noch ein direktes Maß für eingesparte Energie. Erstelle damit keine Rangfolge zwischen unterschiedlichen Beckenlängen, Schwimmarten oder Personen.
Automatische Sets und Pausen
Erkannte Schwimmabschnitte mit den zugehörigen Pausen.
Frag dich: Wie weit bin ich vor jeder Pause geschwommen und wie lange habe ich pausiert? Weitere 100 Meter nach 20 Sekunden Pause sind etwas anderes als nach zwei Minuten. Prüfe, ob die Uhr die Abschnitte richtig gruppiert hat, und vergleiche dann Tempo und Pause jeder Wiederholung.
Zum Trainingshintergrund erklärt U.S. Masters Swimming, warum die Zugzahl von Beckenlänge und Abstößen abhängt und warum die Zugfrequenz zusammen mit der Strecke pro Zug betrachtet werden sollte.
Wie nutzt du diese Werte?
Beispiel zur Auswertung einer Aufzeichnung – diese Zahlen sind keine Trainingsvorgaben: Vier Wiederholungen über 100 Meter Kraul im selben Becken, jeweils mit 20 Sekunden Pause, dauern 2:00, 2:01, 2:08 und 2:12. Der Durchschnitt verdeckt, dass du bei den letzten beiden langsamer geworden bist. Betrachte Zugzahl, Zugfrequenz und Belastungsgefühl, um die Veränderung einzuordnen.
Wirst du langsamer, während die Zugzahl steigt, sieh dir deine Bewegungen und deine Ermüdung genauer an; die Uhr allein kann die Ursache nicht bestimmen. Vergleiche mit einer späteren Einheit bei gleicher Distanz, Schwimmart, Beckenlänge und Pause. Ein gleichmäßigeres Tempo bei ähnlicher Anstrengung ist aussagekräftiger als das Streben nach einem einzelnen möglichst niedrigen SWOLF-Wert.